Literatur-Agentur

Karin Welters

Titelvignette

Erstmals ungekürzt und in einer Gesamtausgabe erscheint das Werk von ERNST F. LÖHNDORFF in der Edition Bärenklau. Wir danken der VEREINIGUNG DER KUNSTFREUNDE AM RHEIN IN LAUFENBERG, vertreten u.a. durch Herrn Hans Burger, die uns diese Gesamtausgabe mit ihrem Engagement erst ermöglicht haben.

Die ersten Bände:

 

YANGTSEKIANG - Band 1

 

GLÜCK IN MANILA - Band 2

 

UNHEIMLICHES CHINA

 

ÄGYPTISCHE NÄCHTE - Band 4

 

DER VOGEL COCKABURRA

 

 

 

Ernst Friedrich Löhndorff (1899 – 1976) war ein deutscher Schriftsteller.

 

Von 1914 (mit 15 Jahren riss er von zu Hause aus) bis 1927 bereiste er auf abenteuerliche Weise die Welt. Seine Reisen lieferten ihm die Inspirationen für seine Romane. Diese erschienen ab 1927. 36 Romane wurden veröffentlicht und erreichten eine Millionenauflage. Löhndorff war zum Höhepunkt seiner Karriere fast so bekannt wie Karl May.

 

Sein Leben bestritt er als Seemann, Walfischfänger, als Cowboy und Orchideensammler auf dem Amazonas, als Pilger in Indien, als Tellerwäscher und Schnapsschmuggler, Kameltreiber in Ägypten und Eselstreiber im Sudan. Er geriet 1914 bis 1918 in die mexikanische Revolution. Er nahm an verschiedenen Kämpfen teil und kannte den Anführer der Revolutionäre, Pancho Villa, persönlich. Aus dieser Zeit stammte auch sein Roman „Bestie Ich in Mexiko“.

 

Er ließ sich 1920 – 1921 für die französische Fremdenlegion anwerben, wo er kurz darauf desertierte. Literarisch verarbeitete er diese Erlebnisse in seinem Roman „Afrika weint“. Krankheitshalber kehrte er Ende der 20er Jahre an den Lago Maggiore zurück. Löhndorff unternahm 1938 eine China-Reise, von der er gesundheitlich geschwächt zurückkehrte. Aufgrund von Vorfällen während der China-Reise – Psychosen u.ä. – wurde er 1941 zwangssterilisiert. Deshalb geriet er in die Gegnerschaft der NSDAP und wurde bereits 1938 wieder aus der Partei ausgeschlossen.

 

Während des Zweiten Weltkrieges ließ er sich ab 1939 in Laufenburg/Baden nieder, um seiner „mütterlichen Freundin“, Gräfin Montgelas-Lunge, die wegen ihrer jüdischen Abstammung in das benachbarte Laufenburg/Schweiz emigrieren musste, nahe zu sein. Ab 1965 widmete er sich ausschließlich der Malerei und schuf in einer eigenartigen, farbenprächtigen Tupftechnik Aquarelle und Gemälde. Er behauptete zu diesem Zeitpunkt, ein besserer Maler als Schriftsteller zu sein.

 

Am Ende seines Lebens wurde Löhndorff zum Eremiten. Er war einst als großzügiger Gastgeber und ideenreicher Unterhalter beliebt, der keinerlei Verhältnis zu Geld besaß und stets äußerst großzügig Trinkgelder austeilte, aber in seinen letzten Jahren mied er die Gesellschaft.

 

Die Vita Löhndorffs ist ebenso grotesk wie dubios. Man kann ihn durchaus mit dem Abenteuerschriftsteller Jack London vergleichen. Seine Romane spielen in einer Zeit, über die heute nicht mehr geschrieben wird. Es sind Geschichten voller Abenteuer, Spannung und Romantik rund um den Globus. Ein Vergleich mit dem fiktiven Helden Corto Maltese des Autors und Zeichners Hugo Pratt ist durchaus angebracht.

 

Die Edition Bärenklau ist sehr stolz darauf, dass die Romane von Ernst F. Löhndorff endlich in das digitale Zeitalter gerettet werden. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Vereinigung der Kunstfreunde am Rhein in Laufenburg/Schweiz, insbesondere bei Herrn Hans Burger, der im Namen des Vereins uns Löhndorffs Lebenswerk zugänglich machte. Wir fühlen uns deshalb verpflichtet, diese Romane in einer eBook-Werkedition einer neuen Lesergeneration zu präsentieren.

 

Löhndorffs Erzählstil ist sehr wortgewaltig und bildhaft. Die atmosphärischen Schilderungen fremder Länder, Orte und Menschen werden auch heute noch neue Leser begeistern und mitreißen.

 

Jörg Munsonius & Alfred Wallon